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Awareness- / Ansprech-Team gesucht!

Fürs Workshop-Wochenende wird noch ein kleines Team von Leuten gesucht, die im Fall von Übergriffen und Diskriminierungserfahrungen als Ansprechpartner_innen zur Verfügung stehen.

Hierbei geht es darum, dass im Rahmen des Workshop-Wochenendes (wie überall) Situationen entstehen können, in denen gesellschaftliche Machtverhältnisse bewusst oder unbewusst reproduziert werden. Das Ideal einer emanzipatorischen Veranstaltung sieht so etwas nicht vor, die Erfahrung zeigt aber leider, dass es (bislang) nie ausgeschlossen werden kann.
Die gewaltausübenden Personen sind in diesen Situationen oft nicht gut ansprechbar auf ihr Verhalten, reagieren mit Abwehr oder Vorwürfen an die Betroffenen. Dies und die unter Umständen enorme emotionale Belastung, die mit einer Diskriminierungserfahrung in aller Regel verbunden ist, kann es den Betroffenen erschweren, in der Situation direkt gegen das als gewaltsam empfundene Verhalten vorzugehen. Für diesen Fall bzw. wenn weiterer Rede- und Klärungsbedarf besteht, kann ein Ansprech-Team hilfreich sein, das für die Betroffenen Partei ergreift und sie im Umgang mit dem Vorfall unterstützt.

Selbstverständlich soll das Awareness- / Ansprech-Team keine Adresse sein, an die die anderen Teilnehmer*innen ihre Verantwortung delegieren! Beim Zusammentreffen von Aktivist*innen aus verschiedensten Ecken ist ein generell hohes Reflexionsniveau nötig, damit alle die Veranstaltung als gewinnbringend und angenehm erleben können. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass alle Teilnehmer*innen Diskriminierung zu erkennen und stoppen versuchen bzw. auf ihre Benennung durch Betroffene aktiv reagieren und die Situation im Sinne der Betroffenen beenden. Dennoch würden wir es begrüßen, für Fälle, in denen diese Selbstorganisation nicht funktioniert, in Sachen Antidiskriminierungsberatung, Betroffenenunterstützung und Täterarbeit fitte Leute dabei zu haben, die nach Möglichkeit auch nicht selbst als Organisierende oder Referent*innen fungieren.

Wenn Du Interesse an einer solchen Aufgabe hast, melde Dich!
An alle anderen Teilnehmenden: Lasst uns die Veranstaltung gemeinsam zu einem Safe Space (sicheren, diskriminierungsfreien Ort) für alle machen!

Der FaulenzA kommt!

Juhuu! Wir freuen uns, dass der FaulenzA am Samstagabend des Workshopwochenendes uns ein Konzert geben wird und damit das Wochenende bestimmt bereichern wird. Für alle , die den FaulenzA kennen: Kommt her, ihr autonomen Mäuse! Und für alle, die Ihn noch nicht kennen: Lasst euch überraschen, es wird bestimmt super.

Programm Online

Nun ist ein vorläufiges Programm fürs Workshop-Wochenende in Braunschweig (12.-14. Oktober) online! Ihr findet es unter http://zusammenzumziel.blogsport.de/workshopwochenende/.
Wir freuen uns, schon eine Vielzahl von Vorträgen und Workshops vorankündigen zu können. Abstracts mit den Inhalten der Veranstaltungen folgen, ebenso wie weitere Programmpunkte.
Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen :-)

Noch im Aufbau…

Liebe Leute,

dieser Blog befindet sich noch im Aufbau. Unter diesem Post findet Ihr einen Text, der die Kampagne kurz und allgemein vorstellt, und die E-Mail-Adresse unter „Kontakt“ ist korrekt und wird auch gecheckt. Ansonsten fehlt noch einiges und wird bald dazukommen – schaut doch einfach bald mal wieder rein!

Liebe solidarische Grüße,
Euer Orgateam von Zusammen zum Ziel!

Worum geht’s?

Unter dem Titel „Zusammen zum Ziel!“ findet in diesem Herbst und Winter eine kleine Kampagne statt, welche die Ansätze der Intersektionalität und Unity of Oppression stärker in den politischen Alltag bringen möchte.
Wir, das Orga-Team, möchten Gelegenheiten zu theoretischer, praktischer und persönlicher Vernetzung, zu Austausch und konstruktiver Kritik von Aktivist*innen schaffen. Folgende Stationen sind geplant:

Workshop-Wochenende
Vom 12. bis 14. Oktober 2012 findet in Braunschweig ein Wochenende voller Inhalte zum Thema Intersektionalität aus aktivistischer Perspektive statt. Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der gesellschaftlichen Unterdrückungsverhältnisse und Befreiungskämpfe beleuchtend, sollen Vorträge, Diskussionen und Workshops Räume fürs Schließen von Bildungslücken und für kritische Selbstreflexion bieten. Denn auch wenn in der radikalen Linken zumindest theoretisch ein breiter Grundkonsens zu vielen grundsätzlichen Fragen zu bestehen scheint, sollten diese Themen nie vorschnell abgehakt werden. Klar ist mensch antisexistisch, antirassistisch, herrschaftskritisch und für die Abschaffung des Kapitalismus – aber was bedeutet das konkret, theoretisch und für die politische Praxis? Wie ist es mit weniger häufig beachteten Diskriminierungsformen – reicht es, die im Hinterkopf zu haben? Wo bestehen Zusammenhänge, wo könnten Aktive besser kooperieren – und wo reproduzieren wir unreflektiert einen Teil des Mistes, den wir bekämpfen?
Aktivist*innen, die sich in ihrem Alltag stärker mit einzelnen Themengebieten befassen, können hier erste und weiterführendeEinblicke in verwandte Felder und Anregungen zum intersektionellen Denken bekommen.

Aktionen
Da es hier nicht (oder zumindest nicht ausschließlich) um eine akademische Debatte, sondern um effektive Gesellschaftsveränderung geht, besteht die Idee, auf das Workshop-Wochenende einen Aktionstag oder ähnliches folgen zu lassen. Es wäre spannend, würden sich Aktive mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammenfinden und gemeinsam eines der vielen Themen aufgreifen, die im Grunde das schöne Leben aller betreffen.
Hier möchte das Orga-Team nichts fest vorgeben, sondern setzt auf die Selbstorganisation der Teilnehmenden.

Publikation
Um die Inhalte des Workshop-Wochenendes und vielleicht Erkenntnisse aus der daraus erwachsenen gemeinsamen Praxis für möglichst viele zugänglich zu machen, ist eine Broschüre geplant. Auch an ihr können sich sehr gern viele verschiedene Interessierte beteiligen.